Wednesday, 10. september 2008
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Die Erklärung stammt von der Uni Hamburg
Definition Coping
Allgemein
= mit schwierigen Verhältnissen
zurechtkommen
Im medizinischen Sinne
= Bewältigung von Krankheit
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Institut für Allgemeinmedizin
Krankheitsbewältigung(Ziegeler)
Alle kognitiven und motorischenAktivitäten, die ein Kranker einsetzt,
um seine körperliche, psychische und soziale Identität zu wahren
und seine beeinträchtigte Funktionsfähigkeit zu kompensieren.
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Institut für Allgemeinmedizin
Aspekte von (chronischem) Krank-Sein
1. Einschränkung körperlicher Integrität/Wohlbefinden
2. Veränderung des Selbstkonzeptes/Identität, Zukunftspläne
3. Hilflosigkeit/Ausgeliefertsein
4. Eigene Krankheitskonzepte
5. Anpassungsnotwendigkeiten an neue, verbleibende
Möglichkeiten
6. Todesangst
7. Sekundärer Krankheitsgewinn, Einsatz der Krankheit zum eigenen Nutzen
8. Einsatz chronischer Krankheit zum Bannen psychischer
Ängste, Spannungen und Konflikte
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Institut für Allgemeinmedizin Umgangsformen mit chronischer Erkrankung
1. Ausgliederung, Verdrängung / Verleugnung
2. Krankheit wird - selbst wenn sinnlos - mit allen Mitteln bekämpft
3. Krankheit wird zum strukturierenden Mittelpunkt (Strafe/Schicksal)
4. Anpassung an die Einschränkung
5. Die Krankheit wird als Zerstörung erlebt, Resignation
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Institut für Allgemeinmedizin
Prozesshafter Charakter
• Bewältigung einer Krankheit nie endgültig abgeschlossen
• Selten klares Aufeinanderfolgen bestimmter Reaktionsphasen
• eher zyklische Abläufe mit „Rückfällen“
www.uke.uni-hamburg.de
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Institut für Allgemeinmedizin Geschlechtsspezifische Unterschiede bei KHK
nach Titscher
Frauen
• emotionsbezogene Copingstrategien
Ablenkung von der Krankheit
Ersatzbefriedigung
Sinnsuche und Religiosität
•soziale Unterstützung
• eher passivere Strategien
Männer
• instrumentelles, handlungsbezogenes Coping, Meistern der
Situation mit Hilfe von Aktivität
Selbstbestätigung
Kontrolle über Situation
• Herunterspielen
• Vorbereitung auf den denkbar ungünstigsten Ausgang
• Rückzug, wenn Aktivität keinen Erfolg bringt
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Institut für Allgemeinmedizin Was kann Arzt tun, um gelungenes Coping zu fördern?
• Stufenweise Diagnostik mit mehreren Arzt-Patienten-Kontakten
•Krankheitskonzept des Patienten erfragen
•Auf Möglichkeiten hinweisen (z.B. Selbsthilfegruppe)
•Ggf. ärztliche Zweitmeinung einholen lassen, um Akzeptanz der Diagnose zu fördern
•Aktiver Umgang mit Erkrankung (Ausgliederung oder Kampf)
besser als passiver Umgang (sich ergeben ins Schicksal)
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Institut für Allgemeinmedizin „Im Wesentlichen werden mit der Coping-
Schulung folgende Coping-Faktoren gefördert:
1. Fähigkeit zur Problemanalyse
2. Finden sinnvoller Zielsetzungen
3. Erfahrung von Selbstwirksamkeit und
4. Bewusstmachen innerer und äußerer Ressourcen.“ Auszug aus Beschreibung einer Coping-Schulung (Paust)